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Ich sehe dich an.

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"Das sind Fotos von Ziegen, die ich in den letzten fünf Jahren in Griechenland – vor allem auf dem Peloponnes – gemacht habe. Als ich das zum ersten Mal gemacht habe, war das nur so eine Touristen-Knippserei aus dem Auto heraus, weil wir wegen einer Ziegenherde anhalten mussten.

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Und erst im Nachhinein, als ich dann die Fotos zuhause bearbeitet, fiel mir auf, wie außergewöhnlich individuell die Gesichter dieser Tiere sind und vor allem, wie direkt diese Ziegen in meine Kamera sahen.

Nachdem mir das aufgefallen war, wollte ich das live überprüfen und bin damals in den Tierpark Hellbrunn gefahren. Ich fotografierte dort also alle Ziegen, die mir vor die Linse kamen. Ich fotografierte auch die nicht hinter Zäunen weggesperrten Ziegen, die zum Vergnügen der hauptsächlich kindlichen Besucher streichelbar zugänglich sind.

 

​Aber schon vor Ort irgendwie gefühlt und dann am Bildschirm zuhause eindeutig sichtbar: keine dieser Ziegen sah mich an. Keine schaute so, wie die in Griechenland. Woran das liegt? Kann es sein, dass nur sich frei bewegen könnende Tiere ein Interesse an uns haben? Vielleicht auch nur aus Vorsicht oder Einschätzung einer möglichen Gefahr?

Ich bin kein Verhaltensforscher, keine Zoologe oder gar Ethologe und kann diese Frage daher nicht ernsthaft beantworten. Aber ich bin Fotograf und als Fotograf habe ich die Möglichkeit, das Abgebildete ästhetisch zu manipulieren.

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​Und so entstand dann diese spezielle Tier-Photographie von Ziegen. Sie ist dadurch geprägt, dass ich nicht den Augenblick darstelle, in dem das Tier schön, fremd und kurios aussieht. Oder in dem es artspezifisches Verhalten in seiner Umgebung zeigt. Sondern ich möchte mit den Augenblick hervorheben, in dem ein nicht-menschliches Tier das menschliche Tier in einer Art und Weise ansieht, dass das menschliche Tier sich angesehen fühlt und – das wäre meine Hoffnung – diese Grenze wenigstens kurz verschwimmen lässt."

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