
Servus!
Aktuell: Ausstellung vom 14.2. bis 28.3. 2026
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Portraits von Ziegen
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Design-Möglichkeiten für Wandbilder
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im Haus der Eigenarbeit in Haidhausen, München
"Ich sehe dich an."
An der Vernissage interessiert? Kontaktieren Sie mich!
Art Haidhausen, 4.-6. Juli 2025

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Portraits griechischer Ziegen
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vorgeführt an drei verschiedenen Designs für Wandbilder
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zu Gast bei Art Haidhausen
Aktuell: Ausstellung vom 14.2. bis 28.3. 2026
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Portraits von Ziegen
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Design-Möglichkeiten für Wandbilder
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im Haus der Eigenarbeit in Haidhausen, München
"Sie sehen dich an!"
An der Vernissage interessiert? Kontaktieren Sie mich!



Olympia am 30. September 2025 um 10:13

Monopteros am 13. Januar 2025 um 07:27 Uhr.
Baumblätter
Die Geschichte
Technisches
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eingesetzte Kamera: Fuji XT 4
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eingesetztes Objektiv: Fujifilm XF 80mm f2,8 (Makro)
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Da es bei den abgebildeten Objekten keine inhärente Oben/Unten-Logik gibt und ich dementsprechend auch meine Kamera nicht ausgerichtet habe, könnten die Bilder beliebig gedreht und umgeschnitten werden.
Die hier gezeigten Fotos von Ziegen sind in den Jahren von 2021 bis 2025 in Griechenland entstanden. Man kann dort in den bergigen Gegenden auf umherziehende Herden stoßen, die zwar fast immer von Hunden und Hirten begleitet werden, aber dennoch sehr eigenwillig die nur von ihnen zu meisternden Wege gehen, an Sträuchern stur fressend verharren und etwas Fremdes wie mich, trotz allem Gebelle und Gerufe, in Ruhe betrachten.
Als ich 2021 meine erste Serie von Ziegen-Fotos zuhause am Bildschirm auswertete, fiel mir auf, was mir vor Ort nicht richtig aufgefallen war: Wie krass individuell diese Tiere aussehen und vor allem, wie direkt mich diese Ziegen ansahen.
Okay, dass ich das vor Ort nicht sofort bemerkte, wird größtenteils an meiner Déformation professionelle als Fotograf liegen. Und vielleicht auch am Abstand, von dem die Ziegen nie zuließen, dass ich ihn unterschritt. Können Sie aus mehr als zehn Metern sehen, ob Ihnen jemand dirket in die Augen sieht? Ich nicht. Und näher ran - das war mir nie möglich, denn dann wendeten sich die Ziegen ab und verschwanden im nächsten Gebüsch oder im abwärts oder aufwärts liegenden Geröll von Steinen und Felsen.
Der Eindruck am Bildschirm, dass mich diese Tiere beobachteten, frappierte mich so sehr, dass ich sofort meine fehlenden Kenntnisse vom Verhalten dieser Tiere beheben wollte. Da es in München, wo ich hauptsächlich lebe, keine umherziehenden Ziegen-Herden gibt, radelte ich in den Tierpark Hellbrunn. Zwar bin ich aus tierethischen Gründen gegenüber Zoos abgeneigt, aber ihr Nutzen für einen Fotografen ...
Ich fotografierte also alle Ziegen, die mir im Tierpark vor die Linse kamen. Ich fotografierte auch nicht hinter Zäunen weggesperrten Ziegen, die zum Vergnügen der hauptsächlich kindlichen Besucher "streichelbar" zugänglich sind.
Aber schon vor Ort irgendwie gefühlt und dann am Bildschirm zuhause eindeutig sichtbar: keine dieser Ziegen sah mich an.
Woran das liegt?
Als ich über diese Fragen nachdachte, fiel mir ein, wie ich einmal versucht hatte, nach einem kleinen Affen zu greifen. Das war ein Affe, der aus einer der ekelhaft dreckigen Tierhandlungen, die es in den 1980ern an den Quais in Paris noch gab, ausbrechen konnte. Er sauste dann auf den Quai-Mauern entlang, verfolgt von den Rufen der wütenden Tierhändler: "Jean-Claude, restez ici!"
über den Pont Neuf, auf die Île de la Cité. Wir spazierten ihm nach und holten ihn auf der abgeschiedenen Spitze dieser Insel ein, wo es ein bisschen Grün gibt, ein. Dort saß er, heftig atmend, im Schatten eines Baumes am Boden.
Dann ging ich auf ihn zu und versuchte, ihn zu streicheln.
Vielleicht dachte der gerade eben Entflohene, ich würde ihn wieder einfangen wollen. Oder auch nicht. Jedenfalls machte Jean-Claude einen Satz zur Seite und sah mich empört an: direkt in die Augen und zugleich erregt schnatternd. Und ich vergaß für eine Sekunde, dass das kein Mensch war, der mich ansah.
Die Erinnerung an dieses Erlebnis in den 80er Jahren brachte mich dann nach Durchsicht der 2021 gemachten Ziegen-Fotos auf die Idee, dass vielleicht nur die in Freiheit lebenden Tiere Interesse an uns haben?
Ich bin kein Verhaltensforscher, keine Zoologe oder gar Ethologe und kann diese Frage daher nicht ernsthaft beantworten. Aber ich bin Fotograf und habe so die Möglichkeit, mit bestimmtem Verhalten ästhetisch umzugehen.
Meine Tier-Photographie prägt, dass ich nicht nur den Augenblick suche, in dem das Tier schön, fremd und kurios aussieht und dazu dann die Register ziehe, die heutige Post-Produktion bietet. Also Freistellungen, die wie in einer Studio-Fotografie
, sondern dem Betrachter den Eindruck aufzwingt, er werde hier selber angesehen.
Ziegen sind die Tiere, bei denen mir das am leichtesten gelingt. Sind sie so neugierig oder so vorsichtig, wenn wir uns ihnen nähern? Oder lachen sie über uns?"
„Herbst 2024: Täglich gehe ich auf meinem Weg zum Strand an einem großen grünen, aber eher fade wirkenden Busch vorbei. Und erst beim vierten Mal entdecke ich, versteckt hinter den Blättern, eine einzelne Frucht.
Welche Farben! Und wie viel besser passt dazu die alte und malerische deutsche Bezeichnung „Paradiesfeige“!
Unbedingt merken! Sagen Sie „Paradiesfeige“ , wenn „Banane“ drauf steht.
Zu meinem Erstaunen verändert sich das Aussehen dieser Frucht innerhalb weniger Tage ganz dramatisch und, okay, das kann Natur. Gut, nicht alles nur Natur. Bei dem Photo mit dem Wasser auf der Frucht habe ich mit einem Wasserkübel nachgeholfen. Es hat nämlich in den vier Wochen nicht ein Mal geregnet.“